Was steckt hinter einem Wanderweg

Der Mensch ist dazu gemacht im Freien zu leben, zu gehen, zu atmen, die Natur zu beobachten und an der Sonne Energie zu tanken. Das Grün, die Berge, die sanfte Brise, die Sonne auf der Haut - wandernd kehren wir zurück zur Natur, zur Entspannung, zur Ruhe.

Warum wandern wir?
Früher wurde gewandert um sich von einem zum anderen Ort fortzubewegen, um das Vieh auf die Alp zu bringen oder zu jagen. Schon damals wurden Wege geschaffen um die Route für Hirten, Schmuggler oder Gütertransport leichter begehbar zu machen. Von ihnen haben wir ein dichtes Wegnetz geerbt.
An der Fortbewegung auf Naturwegen hat sich in den Jahren nichts getan, auch heute ist man bemüht Gästen wie Einheimischen gut präparierte Wege in atemberaubender Landschaft zu bieten. Einzig das Motiv hat sich geändert - heute wird mehrheitlich aus Freude an der Bewegung und der Natur gewandert.

 

Doch wie entsteht ein Wanderweg? Wie wird er unterhalten?
Haben Sie sich schon einmal gefragt wie ein Wanderweg entsteht, weshalb Sie ihn (normalerweise) in gutem Zustand vorfinden oder woher die Sicherheitsketten oder die Beschilderung kommt? Was braucht es, bis Sie auf einem offiziellen Wanderweg gehen können? Wählt man eine Strecke die einem gefällt, gräbt einen Weg und stellt eine gelbe Tafel hin? Natürlich ist das Ganze ein wenig komplizierter. Im Normalfall ist es das Ziel eine Hütte zu erreichen, mit dem Vieh auf eine Alp zu gelangen oder an einem Naturspektakel vorbeizukommen. Die Liste von Behörden, Landbesitzer und Ämter die man berücksichtigen muss um einen neuen Weg zu errichten ist ellenlang.

95% der Wege in unserer Region sind Kommunikationswege, die von Vorfahren geschaffen wurden. Es erfordert viel, sehr viel Arbeit, ein Wanderwegnetz von über 1400 km zu unterhalten und ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation zu halten, um dem Wanderer immer wieder neue Erlebnisse zu bieten. Wir brauchen Profis, die sich täglich für die Pflege und Wartung der Wege einsetzen.

 


Das Wanderweg Team im Fokus

In der Destination Ascona-Locarno ist Matteo Zanoli und sein Team dafür zuständig. Das Team besteht aus 20 Personen, davon sind rund die Hälfte saisonal beschäftigt. Das Wichtigste? Ein eingespieltes Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann.

Im Frühling, wenn der Schnee schmilzt und die Natur zu erwachen beginnt, müssen alle Arbeiten sehr schnell und präzise erfolgen, denn nach dem kalten Winter zieht es auch die Menschen wieder raus in die Natur. Dies ist nur durch harte Arbeit und gute Koordination möglich. Schnee verursacht verschiedene Schäden, die in einer ersten Begehung erkannt und behoben werden müssen. Im Frühjahr besteht die Arbeit darin, Blätter und abgebrochene Äste zu räumen, die Wege von Erdrutschen und Lawinen zu befreien, die im Winter entstanden sind. Von Mai bis August wird Gras gemäht, eine Arbeit, die bei weitem nicht selbstverständlich ist. Die Wetterbedingungen sind entscheidend. Wenn es im Frühjahr viel regnet, wächst das Gras überproportional und die Wege gehen im Grün unter. Spätsommer und Herbst sind die Phasen der Bau- und Umbauarbeiten. Das mildere Klima und die bereits gesäuberten Wege, ermöglicht es an grösseren Reparaturen zu arbeiten.  

Wenn Sie das nächste Mal auf einem dieser Wege gehen um sich zu entspannen, sich zu regenerieren, Inspiration zu finden oder einfach nur den Kopf zu lüften und dem täglichen Trubel zu entfliehen, denken Sie an die Arbeit und das Herzblut, welches darin steckt und Sie werden sicherlich mit einer neuen Sicht wandern.

 


Teilen Sie Ihre Ausflüge!

Ihre Rückkehr zur Natur ist wichtig! Teilen Sie Ihre Touren mit dem Hashtag #myasconalocarno und lassen Sie uns wissen, dass unsere Bemühungen Ihnen einen perfekten Tag bereiten. 

Möchten Sie alle 1400 km Wanderwege in der Region erkunden? Beginnen Sie hier, wir haben sie speziell für Sie ausgewählt.