Zwischen Kunst und Architektur

Wenn Sie die Natur lieben und auch von der künstlerischen und ästhetischen Seite eines Ortes fasziniert sind, ist dies eine grossartige Idee, um beides zu kombinieren.

T1 - Campo Vallemaggia, Bosco Gurin: Das Postauto bringt Sie nach Campo Vallemaggia, einem hübschen Dorf in der sonnigen Hochebene des Val di Campo, das nicht nur für seine unvergleichliche Schönheit bekannt ist, sondern auch für seine bedeutenden architektonischen Schmuckstücke wie die Pfarrkirche S. Bernardo, die Pedrazzini-Häuser oder das Oratorium von S. Giovanni Battista. Es lohnt sich also, sich die Zeit für einen Besuch zu nehmen. Nicht weit entfernt und ebenso interessant ist das schöne Dorf Cimalmotto.

In der Kirche Santa Maria Assunta können Sie die prächtigen Fresken des berühmten Malers Giuseppe Mattia Borgnis bewundern. Beide Dörfer stehen unter Heimatschutz (BLN) und sind bei Wanderern sehr beliebt. Wenn Sie Zeit haben, empfehlen wir Ihnen, einen zusätzlichen Tag für die Erkundung der Region einzuplanen: Bei einer Wanderung zur Alpe Magnello können Sie zum Beispiel interessante Spuren des Specksteinabbaus sehen und eine typische Tessiner Alp besuchen. Ihr nächstes Ziel ist Bosco Gurin. Von Cimalmotto aus geht man am besten über den Quadrella-Pass, aber wenn man von Campo Vallemaggia aus startet, ist der Weg über Pian Crosc besser. In der Regel sollten Sie Ihr Ziel in 3-4 Stunden Marschzeit erreichen. Bosco Gurin ist das höchstgelegene Dorf des Tessins und die am besten erhaltene Walserkolonie südlich der Alpen. Tipp: Egal, ob Sie schon etwas über die Walser Kultur wissen oder noch nie davon gehört haben, ein Besuch des Walserhauses lohnt sich. Das Museum, das in einem prächtigen mittelalterlichen Haus untergebracht ist, enthält gut erhaltene Zeugnisse der Kultur, der Architektur und des täglichen Lebens dieses faszinierenden deutschsprachigen Volkes. Verbringen Sie die Nacht in Bosco Gurin.

T2 - Bosco Gurin, Cevio: Um noch etwas tiefer in die Walser Kultur einzutauchen, wählen Sie die etwas anstrengende, aber lohnende Wanderung vom Dorfzentrum zu den drei Bergseen: Endersee, Schwarzsee (Lago Melo) und Usserasee (Lago Pero). Neben dem Eintauchen in die unglaublich schönen Landschaften haben Sie die Möglichkeit, das Gebiet und die Ressourcen kennenzulernen, die den Walsern lange Zeit ein gutes Leben bescherten. 

Ausgeruht und erfrischt steigen Sie nun in Richtung Locarno ab, jedoch nicht, ohne einen Zwischenstopp in Cevio einzulegen. Dieses malerische Dorf mitten im Maggiatal beherbergt zahlreiche Schätze der Geschichte und lokalen Kultur. Nicht umsonst befindet sich hier auch das Valmaggia-Museum. Besonders interessant sind das Oratorium der Beata Vergine del Ponte, die Pfarrkirche S. Giovanni Battista und die prächtigen Herrenhäuser, von denen die Casa Calanchini-Respini und der Palazzo Franzoni speziell zu erwähnen sind. Ausserdem kann man gleich hinter dem Museum eine andere Art von Architektur entdecken: die der Grotti della Vallemaggia, eine Reihe von natürlichen Grotten, die aus grossen Felsblöcken gehauen wurden und einst zur Konservierung von Lebensmitteln dienten. Sie sind ein grossartiges Beispiel für das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Schon früher war es durchaus üblich, sich nach getaner Arbeit noch bei einem Glas Wein zu unterhalten. Wenn auch Sie Lust haben, unterwegs einige regionale Köstlichkeiten zu probieren, finden Sie im Dorfladen tolle Picknick-Körbe mit lokalen Produkten.

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