Die Bearbeitung des Holz



In früheren Zeiten war es nicht schwierig, unter Bauern, Hirten und Handwerkern Leute zu finden, die beruflich oder als Zeitvertreib gut mit Holz umgehen konnten. Ob ein einfacher Bergstock mit eingeschnittenen Initialen, ob ein Spielzeug für die Kinder oder ein Gegenstand für den Haushalt: zahllose Dinge wurden im Dorf aus Holz hergestellt. In den volkskundlichen Museen der italienischen Schweiz sind viele kunstvoll angefertigte Objekte aus Holz (Ahorn, Esche, Kastanie, Nussbaum) zu sehen. Der Älpler hangte seinen Kühen schon verzierte Halsbänder um. Auch die Butterformen, das Besteck und die Teller für die Polenta waren aus Holz. In der Küche fehlte es nicht an Schranken, Truhen, Kellen usw. aus diesem vielseitig verwendbaren Material.

Reich verzierte Wiegen, Spielzeug und kleine Stühle wurden für die Kinder angefertigt. Der Bauer brauchte die "Cadola", um Holz und viele andere Waren zu transportieren. Kruzifixe, Schatullen, Webstühle und dekorative Gegenstände entstanden aus Holz. Heute dient die handwerkliche Holzverarbeitung nicht mehr vom unmittelbaren Bedürfnis, sondern ist zu einem kreativen Kunsthandwerk geworden. Die Neuentdeckung der bäuerlichen Tradition und der gesteigerte Sinn für natürliche Werkstoffe hat das Holz wieder sehr beliebt gemacht. Schönes und widerstandsfähiges Spielzeug, praktische und formschöne Küchenutensilien werden aus Holz gemacht. In den letzten Jahren wurde auch die Drehbank wieder aus der Versenkung geholt. Das Drechseln ergänzt die vielfachen Möglichkeiten der kreativen Gestaltung von Holzgegenständen.

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