Pfarreimuseum St. Sebastian

Ascona

Das Museum befindet sich im Oratorium der Heiligen Fabian und Sebastian, das in seiner ursprünglichen Form auf das 9. Jahrhundert zurückgeht. Zu sehen sind Urkunden aus der Geschichte des Kirchleins sowie liturgische Einrichtungsgegenstände der Pfarrei Ascona.
Es ist eines der ältesten Bauten des Dorfes und stand einst unter dem Patronat der Familie Duni, die im Castelleo San Michele wohnte, bevor dieses von den Schweizern zerstört wurde.
Im Innern sind Spuren aus drei Epochen zu sehen, an denen sich die Entwicklung ablesen lässt. Die kleinen Säulen und Kapitelle, geschmückt mit Pflanzenmotiven und Rankenwerk, sind aus der karolingischen Zeit, während das Taufbecken, das aus der Pfarrkirche San Pietro stammt, vielleicht noch älter ist.
Zahlreiche sakrale Gegenstände (Reliquienschreine, Kerzenständer, Paramente, liturgische Bücher,Gemälde) sind dem Barock zuzuordnen. Kurios ist der Kardinalshut, den der heilige Karl Borromäus 1548, wenige Tag vor seinem Tod, in Ascona vergessen hat.
Besonders zu beachten sind das Altarbild, das die heiligen Fabian und Sebastian darstellt, ein Werk von Giacomo Damotti aus Palagnedra, und die die Darstellung der Ungläubigkeit des heiligen Thomas, ein Gemälde aus der Schule des Caravaggio. Zu sehen sind auch Bilder von Lorenzo Lotto (Das Letzte Abendmahl), Paolo Veronese (Madonna mit Kind) und Morazzone (Vermählung der Jungfrau Maria).
Die Restaurierung unter der Leitung des Architekten Giorgio Cesconi wurde im Jahr 2000 abgeschlossen. Dabei kamen Freskenreste aus dem Mittelalter und der Renaissance zum Vorschein.


Freier Eintritt.

Oeffungszeiten des Pfarreimuseums (April-Oktober):

Donnerstag: 17.00 - 18.30 Uhr
Freitag: 17.00 - 18.30 Uhr
Samstag: 17.00 - 18.30 Uhr

 

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