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Treffen mit Luigi De Magistris

 

Locarno

Der ehemalige Richter und ehemalige Bürgermeister von Neapel, Luigi De Magistris, spricht mit dem ehemaligen Staatsanwalt Paolo Bernasconi im Rahmen einer Veranstaltung, die der Analyse der heutigen organisierten Kriminalität in Italien und darüber hinaus gewidmet ist. Dabei werden zentrale Themen wie die Entwicklung mafiöser Strukturen, mögliche Strategien zu ihrer Bekämpfung und die Schwierigkeiten derjenigen, die sie bekämpfen, behandelt. Ein direkter und konkreter Austausch, bereichert durch die persönlichen Erfahrungen der Protagonisten, über ein Phänomen, von dem auch die Schweiz nicht verschont bleibt.

Luigi de Magistris wurde 1993 Richter und war anschliessend stellvertretender Staatsanwalt bei den Staatsanwaltschaften von Catanzaro (1995–1998), Neapel (1998–2002) und erneut Catanzaro (2002–2009), wobei er sich insbesondere mit Korruption, organisierter Kriminalität und Verbindungen zur Politik befasste. Von 2009 bis 2011 war er Abgeordneter im Europäischen Parlament und Vorsitzender des Haushaltskontrollausschusses. Von 2011 bis 2021 war er Bürgermeister von Neapel. Derzeit ist er Jurist, Dozent, Politiker, Schauspieler im Bürger-Theater und Schriftsteller.

Paolo Bernasconi leitete als Staatsanwalt in Lugano von 1969 bis 1985 Ermittlungen und Prozesse zu den grössten Finanzskandalen der Schweiz und auf internationaler Ebene. Er gehört zu den Hauptinitiatoren der Schweizer Geldwäschereigesetzgebung. Er ist international für seine Kompetenz im Kampf gegen Korruption und Wirtschaftskriminalität anerkannt. Nach seinem Ausscheiden aus der Justiz kehrte er in den Anwaltsberuf zurück und war gleichzeitig als Dozent für Strafrecht an verschiedenen Schweizer Hochschulen und am Zentrum für Bankstudien tätig. Er ist Förderer der Filmfestivals und Menschenrechtsforen in Mailand, Lugano und Zürich, ehemaliger Präsident von „Ethics and Compliance Switzerland“ (ECS) und ehemaliges Mitglied des Vorstands des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf.


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