Die Fassadendekoration der Casa Serodine

Ascona

Die Fassade der Casa Serodine ist üppig mit wertvollen Stukkaturen versehen, ein Werk von Giovanni Battista Serodine, Sohn des Hauseigentümers Cristoforo und Bruder des Malers Giovanni Serodine.
Aus vermutlich moralischen Beweggründen wie es die Inschrift am mittleren Fenster "VIRTUTE DUCE" andeutet, wollte der Künstler drei verschiedene Themen darstellen. In der Mitte dominiert die Madonna mit Kind, zu ihrer Linken Adam und Eva, die Basreliefs in den Friesen erzählen die Geschichte des Sündenfalls. Auf der linken Seite der Fassade David und Bethseba, mit den Basreliefs die Sünden Davids. Beachtlich sind vor allem die Szenen im irdischen Paradies und Adams Sündenfall, in denen die Figuren besonders schön ausgeprägt sind, Licht und Schatten auf bewundernswerte Weise ineinander übergehen.
In einem wunderschönen Fries nach römischer Art im unteren Streifen sind die Altersstufen des Menschen oder vielleicht die Jahreszeiten allegorisch dargestellt.
Das ganze Schaffen von Giovan Battista Serodine, seien es die Motive der plastisch-architektonischen Dekorationen, sei es der Sinn fur die harmonische Komposition, ist vom Geist des Vorbarocks gepragt, so dass es nicht abwegig erscheint, ihn als einen Schuler von Carlo Maderno (1556-1629) zu betrachten, jenes Tessiner Baumeisters, der vor allem durch den Bau der Fassade des Petersdoms in Rom beruhmt wurde.

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