Wallfahrtskirche Madonna del Sasso (9)

Orselina

Nach der Überlieferung wollte Frà Bartolomeo d'Ivrea, ein Franziskanerbruder im Kloster von Locarno, nach einer Erscheinung im Jahre 1480 auf dem "Sasso" einen Ort der Andacht errichten und baute hier zwei kleine Kapellen. Diese wurden bald erweitert, und später kam ein Kloster hinzu. An dem Weg, der von Locarno zum "Sasso" hinauf führt, wurden zahlreiche Kapellen gebaut oder auch nur geplant. Übrig geblieben sind zwei Skulpturengruppen in Terrakotta, die Francesco Silva zugeschrieben werden. Sie stellen das Letzte Abendmahl und die Ausgiessung des Heiligen Geistes (Pfingsten) dar. Beachtlich ist auch eine Gruppe von Holzstatuen aus dem 15. Jahrhundert, vermutlich lombardischer Herkunft, die Grablegung Christi darstellend.

In der heutigen Wallfahrtskirche, die 1902 vollständig restauriert wurde, sind Stukkaturen aus dem 17. Jahrhundert, mit Fresken von Alessandro Gorla, zu sehen. Das Gnadenbild der Madonna auf dem Hauptaltar stammt aus dem Jahre 1480. Die Flucht aus Ägypten im südlichen Kirchenschiff ist ein Werk des Bramantino (1520), die monumentale Grablegung in der dritten Seitenkapelle hat Antonio Ciseri (1870) gemalt. Eine reichhaltige Sammlung von Votivatafeln schm!ckt die Wände der Kirche und anderer Räumlichkeiten.

 

Luigi Snozzi - Restauration und Reorganisation des ganzen Baukomplexes in den Jahren 1977-84.
Kloster: Voraussetzung für die Restaurierungsarbeiten war der Auftrag der Kapuziner, ein der Öffentlichkeit zugängliches Studienzentrum einzurichten. Der Eingriff zielte deshalb darauf ab, dem Klosterhof seine frühere Bedeutung als Drehscheibe und Begegnungsstätte innerhalb des ganzen Baukomplexes zurückzugeben, die Ende des 19. Jahrhunderts verloren gegangen war.
Wallfahrtskirche: erhaltende Restauration und eine Neugestaltung des Daches, das die einzelnen Bauteile deutlich macht, im Gegensatz zum früheren das Ganze überragenden Giebeldach. Heute Kloster und Studienzentrum.

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