Temporäre Ausstellung "Metamorphose eines Tals- Die Wasserkraftnutzung der Maggia"
Cevio
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Die Wasserkraftwerke der Maggia gehören zu den grössten in der Schweiz und sind die wichtigsten im Kanton Tessin. Sie wurden zwischen 1950 und 1968 von den Officine idroelettriche della Maggia (Ofima, Maggia Kraftwerke AG) gebaut und liegen zwischen dem Lago Maggiore (200 m ü. M.) und dem Griessee (2386 m ü. M.) im Oberwallis. Sie erstrecken sich über eine Länge von über 60 Kilometern und nutzen ein Gefälle von knapp 2`200 Metern. Dank 8 Stauseen, rund 140 Kilometern Stollen und 7 Kraftwerken (mit einer installierten Gesamtleistung von 600 MW) garantieren die Maggia Kraftwerke eine durchschnittliche Jahresproduktion von 1'265 GWh und decken damit den Strombedarf von über einer Million Menschen.
Von einer Wirtschaft, die fast ausschliesslich auf Ackerbau, Viehzucht und Transhumanz (Wanderweidewirtschaft) ausgerichtet war, von einem archaischen, in sich abgekapselten Tal verwandelte sich das Vallemaggia in rasantem Tempo in eine Grossbaustelle mit Tausenden von Arbeitern. Das weckte bei den Bewohnern von Anfang an gemischte Gefühle. Einerseits befürchtete man einen zu starken Eingriff ins Leben der Einheimischen, andererseits hoffte man, dass mit dem Bau der Anlagen wertvolle, sichere Arbeitsplätze entstehen und die jungen Menschen davon abhalten würden, das Tal auf der Suche nach einem weniger anstrengenden, bequemeren Leben anderswo zu verlassen.
Das Museo di Valmaggia konnte nach so vielen Jahren nicht umhin, an diesen wichtigen und aussergewöhnlichen Abschnitt in der Geschichte des Tals zu erinnern. Eine Zeitspanne mit vielen unterschiedlichen Gesichtern, die das Schicksal einer ganzen ausgedehnten Region, ihrer Menschen, ihrer Traditionen und ihrer Wirtschaft geprägt hat. Die Folgen in einem derart abgelegenen Gebiet waren zwangsläufig vielfältig und komplex, vergleichbar nur mit der Ankunft der Eisenbahn in der Leventina. Ohne diese Kraftwerke wäre das Tal nicht das, was es heute ist. Gezeigt werden die anfänglichen Entwicklungen, die Kritik hervorrufenden Umweltaspekte, die Opfer, die der Bevölkerung auferlegt wurden, und die Entmutigung, die die tragischen Unglücksfälle während des Baus auslösten. Die Ausstellung will aber ein vollständigeres Bild vermitteln, das zu einer im Wesentlichen positiven Bilanz gelangt. Das gigantische Unternehmen beruhte auf einer genialen, mutigen Idee, die von den Befürwortern des Projekts mit Weitsicht umgesetzt wurde, und grosse Umwälzungen verursachte, die der einheimischen Bevölkerung bedeutende Vorteile brachten und bringen.
Dank tadelloser Verbesserungs- und Wartungsarbeiten stellen die Maggia Kraftwerke auch über 75 Jahre nach ihrem Bau eine wichtige Energiequelle für die Bevölkerung dar.
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