Wanderung von der Alpe di Neggia zum typischen Tessiner Dorf Indemini, das vollständig aus Stein gebaut ist. Vom Monte Gambarogno genießt man die Aussicht auf den Lago Maggiore aus einer anderen Perspektive. An der Alpe Cedullo kann man den Käse probieren. Auch eine Rast in der einsamen Kapelle Sant'Anna lohnt sich.
An der Alpe di Neggia, die mit dem Postauto erreichbar ist, direkt auf dem Pass beginnt der angenehme Pfad, der zum Gipfel des Monte Gambarogno führt. Vom Gipfel aus hat man eine einzigartige Aussicht auf den Lago Maggiore und die gesamte Alpenkette. Das Panorama umfasst das Monte-Rosa-Massiv, die Mischabel-Gruppe und den Basòdino, der mit 3272 Metern der zweithöchste Berg der Tessiner Alpen ist. Hier befindet sich auch die Capanna Gambarögn (geöffnet von Mai bis Oktober), die kürzlich renoviert wurde und wo man essen oder übernachten kann.
Der Abstieg verläuft dann in weiten Kehren entlang der Westflanke bis zur Alpe Cedullo: Hier kann man den lokal produzierten Käse probieren. Es folgt ein leichter Anstieg und wenige Minuten später erreicht man den Passgipfel, wo sich das Oratorium Sant’Anna befindet. Diese einsame Kapelle markiert die Grenze zu Italien. Die wertvollen Fresken im Inneren, die eine Madonna mit Kind zeigen, sind von besonderem Interesse und werden dem Künstlerkreis um Antonio da Tradate (14./15. Jahrhundert) zugeschrieben. Die alte Einsiedelei hinter der Kapelle wird heute als Schutzraum genutzt.
Der letzte Abschnitt zurück zum Dorf Indemini verläuft auf einem bequemen Pfad entlang des Hangs der Sassi Gialli. Nach dem Val Crosa, zwischen den Baumkronen des Birkenwaldes, sieht man bald die ersten funkelnden Steinmetz-Dächer des Dorfes. Indemini ist das einzige typische Tessiner Dorf, das vollständig aus lokal abgebautem Gneis gebaut ist, und hat seinen Charakter als Bergdorf mit seinen reihengestellten Häusern, Steindächern, Gassen und Treppen bewahrt.
(Quelle: SvizzeraMobile)