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Fasnachtstraditionen im Tessin

Stellen Sie sich vor: Die Strassen sind erfüllt von buntem Konfetti, fröhlichen Masken und dem Klang von Musik und Lachen. Im Tessin ist die Fasnacht mehr als ein Fest – sie ist ein Lebensgefühl, das Jung und Alt vereint und die Region in ein farbenfrohes Spektakel verwandelt. Überall wird gefeiert, getanzt und genossen. Die Tessiner Fasnacht ist ein Erlebnis für alle Sinne. Tanzen Sie mit, probieren Sie die lokalen Spezialitäten und lassen Sie sich von der ausgelassenen Stimmung am Lago Maggiore mitreissen!

Fasnachtstraditionen im Tessin
Rabadan di Bellinzona
  • Vom Rabadan zur Stranociada

  • Die grösste und bekannteste Fasnacht im Tessin ist der Rabadan in Bellinzona, aber fast jedes Dorf hat seine eigene, charakteristische Feier. Am Lago Maggiore gehören zu den wichtigsten jene in Locarno, Ascona und Brissago. Hier alle Daten auf einen Blick.

Feste, Tanzen, Feiern, Lärm, Farbe, Fröhlichkeit und frittierte Süssigkeiten: Dies sind die wichtigsten Zutaten für eine gelungene Tessiner Fasnacht. Besonders spannend ist, dass im Tessin zwei unterschiedliche Traditionen koexistieren: die Fasnacht im römischen Ritus und – in Orten wie Tesserete, Brissago sowie im oberen Tessin (Leventina, Blenio, Riviera) – die Fasnacht im ambrosianischen Ritus. Letztere geht darauf zurück, dass der Kanton bis ins 19. Jahrhundert zu den Bistümern Como und Mailand gehörte. Die Termine richten sich nach Ostern: Die römische Fasnacht dauert von Donnerstag bis Dienstag vor Aschermittwoch, die ambrosianische von Donnerstag bis Samstag vor dem ersten Fastensonntag.

Aber weshalb wird eigentlich gefeiert? Früher war die Fasnacht die Zeit, in der man sich vor dem Fasten noch einmal so richtig verausgabte. In der bis Mitte des 20. Jahrhunderts bäuerlich geprägten Tessiner Gesellschaft bedeutete dies vor allem eines: üppig essen. Am Donnerstag vor Aschermittwoch wurde zum letzten Mal geschlachtet, und sowohl Fleisch als auch Fett mussten vor Beginn der Fastenzeit verzehrt werden. Aus diesem Brauch entstanden typische Spezialitäten wie Tortelli (Krapfen) und Chiacchiere (Schlüferli) zubereitet.

  • Typisch für die Tessiner Fasnacht

  • Die Fasnachtsveranstaltungen werden üblicherweise von Lotto, dem Palo della Cuccagna (eine Art Maibaum), Tänzen und eindrucksvollen Maskenumzügen begleitet. Zudem werden vielerorts während der Feierlichkeiten Risotto und Luganighe oft kostenlos angeboten. 

Eine weitere Besonderheit: In vielen Städten werden die Feierlichkeiten offiziell vom Fasnachtskönig und der Fasnachtskönigin geleitet. Nur in Chiasso verwandelt sich die Stadt in eine „Freie Republik“ mit einem Ministerpräsidenten.

In Locarno herrscht König Pardo II. während der Stranociada, deren Name Programm ist: die Nacht, in der kein Auge zugetan wird. Traditionell beginnt alles am Freitagabend mit Guggenkonzerten, um ein Uhr morgens folgen die Preisverleihung und die Parade auf der Piazza San Antonino. Am Samstag trifft man sich zum Risotto.

In Ascona, wo die Fasnacht am Fasnachtsdienstag gefeiert wird, ziehen die Masken durch das Dorf und über die Seepromenade. Berühmt ist das Fest vor allem wegen des offerierten Risottos auf der Piazza am See – ein Highlight für Einheimische und Gäste gleichermassen.

In Brissago, wo nach dem ambrosianischen Ritus gefeiert wird, hält die Fasnacht von König Pitoc viele alte Traditionen lebendig: Kinder kündigen den Beginn der Feierlichkeiten von Haus zu Haus an, und das Fest endet am ersten Sonntag der Fastenzeit mit dem Verbrennen einer Strohpuppe.

Dies sind nur einige Beispiele der zahlreichen Fasnachtsveranstaltungen in der Region. Für die gesellige Tessiner Bevölkerung gilt: je mehr Feste, desto besser. Feiern Sie mit!


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