Mit der Luftseilbahn 6 Minuten von Verdasio entfernt auf 1200 m ü. M., ist der Monte Comino bereits am frühen Morgen in Sonne getunkt. Die Ruhe ist anders als die Stille eines Sonntags in der Stadt, denn aus den Schatten der hundertjährigen Bäume erklingen Geräusche.
Dies ist das kleine Paradies, in dem das Ehepaar Marisa und Jean-Pierre Bäschlin beschlossen haben, ihren Bauernhof, aus dem in Kürze ein Agrotourismus entstehen soll, auf die Beine zu stellen. Die Lamas fügen sich perfekt in dieses Bild ein: Sie schädigen den Boden nicht, trinken wenig, machen keinen Lärm und ausserdem sind Pflanzen, Blumen und aromatische Kräuter die ideale Ernährung für sie.
Nur wenige Kilometer weiter südlich, im Gambarogno, zeigt sich das Lamatrekking von einer anderen, aber ebenso faszinierenden Seite. Auf den Monti di Gerra Gambarogno leben die Lamas auf dem Landwirtschaftsbetrieb L'Eremita zusammen mit Alpakas und Bienen. Der familiengeführte Betrieb legt grossen Wert auf die Imkerei, die Pflege der jahrhundertealten Kastanienbäume und die Verarbeitung der Wolle. Die Wanderwege führen durch Wälder und bieten immer wieder herrliche Ausblicke auf den Lago Maggiore. Hier geben die Tiere das Tempo vor: Die Lamas bestimmen den Rhythmus der Wanderung und laden dazu ein, langsamer zu werden, die Umgebung bewusst wahrzunehmen und die Natur mit allen Sinnen zu erleben.