Lamatrekking auf dem Monte Comino

Lamas wissen wie man eine Familienwanderung unvergesslich macht, denn sie sind gutmütig und unwahrscheinlich sympathisch. Die Wälder und sonnigen Weiden des Monte Comino sind Heimat einer Aufzucht süsser Wooly Lamas. Lamatrekking ist nicht nur ein Spaziergang, sondern ein unvergessliches Erlebnis.

„Hier hat alles begonnen, auf dem Monte Comino. Wir wollten dem Berg einen landwirtschaftlichen Aufschwung geben und seine schönen Trockenweiden erhalten, die durch die ständige Weiterentwicklung des Waldes bedroht sind. Die einzige Möglichkeit, dies zu tun, war einen Bauernhof zu gründen. Aber Tiere zu finden, die für alle passten, war schwierig. Dank einem Ausflug mit den Grosskindern haben wir dann die Lamas entdeckt.“

Mit der Luftseilbahn 6 Minuten von Verdasio entfernt auf 1200 m ü. M., ist der Monte Comino bereits am frühen Morgen in Sonne getunkt. Die Ruhe ist anders als die Stille eines Sonntags in der Stadt, denn aus den Schatten der hundertjährigen Bäume erklingen Geräusche. Das Rascheln des Windes streichelt das Gras entlang des Weges und hie und da kommt eine Wiesenblume zum Vorschein. Auf den Wiesen und Trockenweiden gibt es eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Es gibt rund 1'700 Pflanzenarten, zwei Drittel davon sind heimische Pflanzen und rund 37% seltene oder gefährdete. Dies ist das kleine Paradies, in dem das Ehepaar Marisa und Jean-Pierre Bäschlin beschlossen haben, ihren Bauernhof, aus dem in Kürze ein Agrotourismus entstehen soll, auf die Beine zu stellen. Die Lamas fügen sich perfekt in dieses Bild ein: Sie schädigen den Boden nicht, trinken wenig, machen keinen Lärm und ausserdem sind Pflanzen, Blumen und aromatische Kräuter die ideale Ernährung für sie.

Bei den Lamas herrscht eine strenge Hierarchie. Für einige, wie Lamir und Zlatan, ist es wichtig oben zu stehen, andere hingegen fühlen sich am Ende der Rangordnung gut aufgehoben, da sie keine Verantwortung übernehmen wollen. Sie alle folgen dem Alphatier, so sind sie während der Wanderungen auch für Kinder leicht zu führen. Sie kennen den Weg und ihre Agilität gibt ihnen das Vertrauen in ihren Begleiter.

Die Aufzucht Lamatrekking hält um die zwanzig Lamas, drei erst kürzlich auf die Welt gekommen, und zwei eher rebellische Alpacas. Der Kopf der Herde ist Lamir, auch wenn Zlatan, sein Stellvertreter, seit einiger Zeit erfolglos versucht ihn zu verdrängen. Für die Wanderungen werden die Männchen eingesetzt, da sie einen sanfteren Charakter und eine grössere Widerstandsfähigkeit haben. Auf dem Monte Comino werden drei Routen unterschiedlicher Schwierigkeit angeboten: Die Tour für Einsteiger, geeignet vor allem für die ganz Kleinen oder für jene, die es nicht gewohnt sind in den Bergen zu laufen, die Halbtagestour im Gelände und die Tagestour welche auf den Gipfel des Monte Comino führt. Die Lamas sind Schleckermäuler und können auch auf der Wanderung das Naschen ihrer Lieblingsblumen nicht lassen. Es ist genau diese Einzigartigkeit, die das Trekking so eindrucksvoll macht. Nach der Rückkehr fällt der Abschied schwer, vor allem die Kleinen wollen sich nicht von den Lamas trennen. Aber ihre stetige Standfestigkeit während der Tour bleibt für immer in Erinnerung. Falls das nicht reichen sollte, kann man sich immer noch überlegen sich eine Decke aus Lamawolle zu kaufen, die einem den ganzen Winter an diese wunderbare Reise und den Duft von Wildblumen erinnert. 

Schon gewusst?

Die Lamawolle gibt es in 22 verschiedenen Naturtönen. Sie ist fein und warm, enthält kein Lanolin und ist auch für Allergiker geeignet. Im Textilmarkt gilt sie als Luxusfaser. Die Lamas vom Monte Comino werden einmal im Jahr geschert.

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