Bolle di Magadino: was gibt es zu sehen und wie man dorthin kommt

Bolle di Magadino: Alles was Sie für einen Besuch des kantonalen Naturschutzgebiets auf der Magadinoebene wissen müssen.

Die Bolle di Magadino ist ein kantonales Naturschutzgebiet und eine der neun Auenlandschaften der Schweiz, von internationaler Bedeutung. Sie befinden sich auf der Magadionebene, zwischen den Mündungen der Flüsse Ticino und Verzasca und überblicken den Lago Maggiore. Entstanden aus dem ständigen Austausch zwischen Land und Wasser, sind sie der bevorzugte Lebensraum von Tieren und Pflanzen, die typisch für Feuchtgebiete sind, und ein sehr wichtiger Rastplatz für zahlreiche Zugvogelarten.

Bolle di Magadino

Anfahrt: Die Bolle di Magadino sind von Magadino und Gordola aus erreichbar. Magadino ist mit dem Schiff 20 Minuten und Gordola 10 Minuten mit dem Zug von Locarno entfernt. Von der Anlegestelle Magadino sind es 5 Minuten zu Fuss bis zum Naturlehrpfad Bolle Meridionali. Vom Bahnhof Gordola sind es etwa 15 Minuten bis zum Eingang der Bolle Settentrionali.
Die Besichtigung: Die Bolle di Magadino können dank den Lehrpfaden und den Informationstafeln in italienischer, deutscher und englischer Sprache, die entlang der Wanderwege zu finden sind, auf eigene Faust besichtigt werden. Alternativ können Sie auch eine Führung auf Italienisch, Deutsch oder Französisch buchen. Die Bolle di Magadino können während dem ganzen Jahr besucht werden.

Die Bolle di Magadino sind auch mit dem Fahrrad erreichbar, können aber nur zu Fuss besucht werden. Nach starkem Regenfall wird wasserfestes Schuhwerk empfohlen. Die meisten der Wege sind mit einem geländetauglichen Kinderwagen begehbar. Es gibt keinen festgelegten Rundgang, aber es ist wichtig, die offiziellen Wege nicht zu verlassen, um die Fauna nicht zu stören und die Flora des Gebiets nicht zu schädigen: Das Reservat ist der Lebensraum zahlreicher Tierarten, darunter seltene Insekten und Amphibien. Auf den Wanderwegen gibt es mehrere Vogelbeobachtungstürme und Beobachtungspunkte. Wenn Sie ein begeisterter Vogelbeobachter sind, ist die beste Zeit zum Beobachten der Vogelwelt von April bis Mai. Der Zugang zum Reservat über den See ist nicht erlaubt, aber im Juli und August können Sie eine Bootsfahrt buchen, um die Landschaft der Bolle vom See aus zu geniessen.
Die Bolle di Magadino erstrecken sich über eine Fläche von 660 Hektar, die in drei Schutzgebiete mit unterschiedlichen Schutzniveaus unterteilt sind (ein absolutes Schutzgebiet, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, ein Aufwertungs- und Fördergebiet und ein Schutz- und Fördergebiet). Die Bolle ist eines der letzten Beispiele für ein Deltagebiet, in dem zumindest ein Teil der natürlichen Umwelt erhalten geblieben ist. Sie wurden 1979 zum kantonalen Schutzgebiet erklärt und ist seit 1982 Teil der Ramsar-Konvention. Teiche, Schilfgürtel, Auenwälder: Die Vielfalt der Umgebungen und der Tier- und Pflanzenarten, die in der Bolle di Magadino zu finden sind, ist sensationell und sicherlich einen Besuch wert. Sie spielen auch eine sehr wichtige Rolle als Rastplatz für Zugvögel, weshalb seit 1994 eine Vogelwarte an dem europäischen Forschungsprojekt über den Vogelzug (“Bird observatory”) teilnimmt.

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